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CRM-System einfach erklärt — Was es ist und warum jedes Unternehmen eines braucht

CRM-System einfach erklärt: Was ein CRM ist, welche 5 Kernfunktionen es bietet, wie es sich von Excel unterscheidet und warum auch kleine Unternehmen davon profitieren.

CRM-System einfach erklärt — Was es ist und warum jedes Unternehmen eines braucht

CRM-System einfach erklärt ist der Versuch, eine der wichtigsten Unternehmenssoftware-Kategorien ohne Fachjargon verständlich zu machen: Ein CRM (Customer Relationship Management) ist eine zentrale Datenbank, die alle Kundenkontakte, Verkaufschancen und Interaktionen an einem Ort bündelt — damit kein Lead verloren geht und jeder im Team den gleichen Wissensstand hat.

91 % der Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitenden nutzen bereits ein CRM-System. Doch bei kleinen Unternehmen mit weniger als 10 Personen liegt die Quote bei nur 50 %. Der Grund ist selten fehlendes Budget — Einstiegslösungen starten bei 0 bis 25 USD pro Nutzer. Der Grund ist mangelndes Verständnis: Was genau macht ein CRM, und warum lohnt es sich?

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ein CRM tut: Es ersetzt verstreute Excel-Listen, Outlook-Kontakte und Post-its durch eine zentrale Plattform — mit automatischer Verknüpfung aller Kundendaten, Kommunikation und Verkaufschancen.
  • Messbare Rendite: Laut Nucleus Research (2023) bringt jeder in CRM investierte Dollar durchschnittlich 3,10 Dollar Ertrag — wobei 51 % des ROI aus Zeitersparnis stammen.
  • Einstieg ab 25 USD: Professionelle CRM-Systeme wie Salesforce Starter Suite kosten ab 25 USD pro Nutzer und Monat. Die CRM-Einführung gelingt in 30 Tagen.

Dieser Artikel erklärt ohne Fachbegriffe, was ein CRM-System ist, welche fünf Kernfunktionen es bietet und warum sich die Investition auch für kleine Unternehmen rechnet. Für den konkreten Einführungsprozess empfehlen wir unseren Leitfaden zur CRM-Einführung.

Was ist ein CRM-System? — Die Erklärung ohne Fachjargon

CRM-System als Bäckerei-Analogie: Eine Bäckerei-Inhaberin vergleicht verstreute Notizen, verpasste Anrufe und vergessene Termine mit einem organisierten CRM-Bildschirm, der Bestellungen, Termine und Kundenwünsche zentral bündelt

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben eine Bäckerei mit 200 Stammkunden. Frau Müller bestellt jeden Freitag eine Torte. Herr Weber hat letzte Woche reklamiert. Die Firma Meier hat nach einem Catering-Angebot gefragt — aber niemand hat sich gemeldet.

In einer kleinen Bäckerei merkt sich das die Inhaberin. In einem Unternehmen mit 5, 10 oder 50 Mitarbeitenden funktioniert das nicht mehr. Wissen steckt in den Köpfen einzelner Personen, in E-Mail-Postfächern und in Excel-Dateien auf verschiedenen Rechnern.

Ein CRM-System löst genau dieses Problem. Es ist eine Software, die:

  • Alle Kundendaten zentral speichert — Name, Firma, Telefonnummer, E-Mail, Adresse
  • Jede Interaktion dokumentiert — E-Mails, Telefonate, Meetings, Angebote
  • Verkaufschancen nachverfolgt — Wer ist interessiert? In welcher Phase? Wie hoch ist der erwartete Umsatz?
  • Das Team vernetzt — Jeder sieht den gleichen, aktuellen Stand zu jedem Kunden

CRM steht für „Customer Relationship Management” — auf Deutsch: Kundenbeziehungsmanagement. Der Begriff beschreibt sowohl die Strategie (Kundenbeziehungen systematisch pflegen) als auch die Software, die das ermöglicht. Eine vertiefte Definition der verschiedenen CRM-Arten bietet unser Grundlagenartikel.

Die 5 Kernfunktionen eines CRM-Systems

Fünf CRM-Kernfunktionen als verbundene Module: Kontakte, Pipeline, Kommunikation, Automatisierung und Reporting — kreisförmig um einen zentralen CRM-Hub angeordnet, darunter eine Person, die das System betrachtet

Ein modernes CRM-System besteht aus fünf Bausteinen, die zusammen weit mehr leisten als jede Tabelle:

1. Zentrale Kontaktverwaltung

Alle Kontakte — Kunden, Interessenten, Partner — liegen an einem Ort. Jeder Kontakt ist verknüpft mit seiner Firma, seiner Rolle, seiner Kommunikationshistorie und seinen offenen Angeboten. Kein Suchen in Outlook, kein Abgleichen von Excel-Listen.

2. Pipeline-Management

Jede Verkaufschance (im CRM „Opportunity” genannt) durchläuft definierte Phasen: Erstkontakt → Qualifizierung → Angebot → Verhandlung → Abschluss. Das CRM zeigt auf einen Blick, wie viel Umsatz in der Pipeline steckt und wo Deals feststecken.

3. Kommunikationshistorie

E-Mails, Telefonate und Meeting-Notizen werden automatisch dem richtigen Kontakt zugeordnet. Wenn ein Kollege einen Kunden anruft, sieht er sofort, was beim letzten Gespräch besprochen wurde — ohne den Kollegen fragen zu müssen.

4. Aufgaben und Automatisierung

Das CRM erinnert automatisch an Follow-ups, erstellt Aufgaben bei neuen Leads und verschickt standardisierte E-Mails. Laut dem Salesforce State of Sales Report (2026) verbringen Vertriebsmitarbeiter 60 % ihrer Zeit mit Nicht-Verkaufsaufgaben — Dateneingabe, Recherche, interne Abstimmung. Automatisierungen im CRM geben einen Teil dieser Zeit zurück.

5. Reporting und Dashboards

Wie viel Umsatz erwarten wir nächsten Monat? Welcher Vertriebsmitarbeiter hat die höchste Abschlussquote? Welche Produkte verkaufen sich am besten? Ein CRM beantwortet diese Fragen in Echtzeit — statt dass jemand eine Stunde lang Excel-Tabellen zusammenführen muss.

CRM vs. Excel — Der entscheidende Unterschied

Vergleich Excel gegen CRM: Links eine frustrierte Person mit überlappenden Excel-Tabellen und einer Fehlermeldung, rechts dieselbe Person zufrieden vor einem modernen CRM-Dashboard mit Pipeline-Phasen Erstkontakt, Angebot und Abschluss

Viele KMU starten mit Excel — und das funktioniert anfangs auch. Doch ab dem Moment, wo mehrere Personen mit denselben Kundendaten arbeiten, zeigen sich die Grenzen:

KriteriumExcelCRM-System
DatenspeicherungStatisch in Zeilen und SpaltenVerknüpft: Kontakt → Firma → Opportunity → E-Mail
Gleichzeitiger ZugriffVersionskonflikte, ÜberschreibungenAlle arbeiten in Echtzeit mit denselben Daten
AutomatisierungKeineFollow-up-Erinnerungen, Aufgaben, E-Mail-Vorlagen
KommunikationSeparat (Outlook, Telefon)Integriert — E-Mails werden automatisch zugeordnet
ReportingManuell, fehleranfälligLive-Dashboards auf Knopfdruck
ZugriffsrechteDatei ist offen oder nichtGranulare Rechte pro Nutzer und Rolle
MobilzugriffEingeschränktVollwertige Mobile App
SkalierbarkeitAb ~100 Kontakte problematischUnbegrenzt

Laut dem Salesforce State of Sales (2026) nutzen heute 87 % der CRM-Anwender ein cloudbasiertes System — sie greifen also von überall darauf zu, ohne lokale Installation. Die Zeiten, in denen CRM eine komplizierte Server-Software war, sind vorbei.

Wann genau Excel an seine Grenzen stösst und welche Warnsignale den Wechsel anzeigen, beschreiben wir in unserem Artikel zur Kundenverwaltung mit Excel.

Warum jedes Unternehmen ein CRM braucht — 5 messbare Vorteile

Fünf messbare CRM-Vorteile als Dashboard-Karten: Mehr Umsatz mit +29 Prozent, kürzere Zyklen, 3,10-facher ROI, bessere Prognosen und Skalierbarkeit — eine Person im Business-Outfit zeigt selbstbewusst auf die Kennzahlen

Die Frage ist nicht, ob ein CRM sich lohnt, sondern wie schnell. Hier die Vorteile mit konkreten Zahlen:

1. Mehr Umsatz durch weniger verlorene Leads

Ohne System gehen Verkaufschancen verloren — weil niemand nachfasst, weil der zuständige Mitarbeiter im Urlaub ist oder weil das Angebot in einem E-Mail-Postfach verschwunden ist. Laut Salesforce berichten CRM-Nutzer von bis zu 29 % mehr Umsatz und bis zu 34 % höherer Vertriebsproduktivität.

2. Kürzere Verkaufszyklen

Wenn alle Informationen zentral verfügbar sind — letzte Gespräche, offene Angebote, Entscheidungsträger — können Vertriebsmitarbeiter schneller und gezielter agieren. Laut Nucleus Research verkürzt allein der zentrale Datenzugriff den Verkaufszyklus um 8–14 %.

3. Messbare Rendite

Laut Nucleus Research (2023) bringt jeder in CRM investierte Dollar durchschnittlich 3,10 Dollar Ertrag. Die Studie basiert auf 63 Fallstudien und zeigt, dass 51 % des CRM-ROI aus Zeitersparnis stammen — weniger manuelle Dateneingabe, schnellere Prozesse, automatisierte Routineaufgaben.

4. Bessere Entscheidungen durch Daten

Ohne CRM basieren Umsatzprognosen auf Bauchgefühl. Mit CRM sehen Sie in Echtzeit: Pipeline-Wert, erwartete Abschlüsse, Conversion-Raten pro Phase. Diese Transparenz verändert, wie Geschäftsleitungen planen und investieren.

5. Skalierbarkeit ohne Chaos

Was mit 3 Vertriebsmitarbeitern und 100 Kontakten funktioniert, muss auch mit 15 Personen und 3’000 Kontakten funktionieren. Ein CRM skaliert mit — Excel nicht. In unserer Erfahrung liegt die kritische Schwelle bei 50–100 aktiven Kontakten. Danach wird ein professionelles System wirtschaftlich sinnvoll.

Welches CRM passt zu Ihrem Unternehmen?

Der CRM-Markt ist mit einem globalen Volumen von 101 Milliarden USD (2024) riesig. Für KMU sind aber nur wenige Optionen wirklich relevant:

SystemEinstiegspreisBesonders geeignet für
Salesforce Starter Suite25 USD/Nutzer/MonatUnternehmen, die wachsen wollen — skaliert bis Enterprise
HubSpot Free CRM0 USDMicro-Teams zum Testen — Grenzen bei Wachstum
Pipedrive14 USD/Nutzer/MonatReine Vertriebsteams mit Fokus auf Pipeline
Zoho CRM0 USD (3 Nutzer)Budget-bewusste Teams im Zoho-Ökosystem

Im DACH-Raum nutzen laut der ZHAW Customer Management Studie (2022) bereits 69,8 % der befragten Unternehmen eine CRM-Software. Salesforce hält mit 31 % den grössten globalen Marktanteil.

Einen detaillierten Vergleich für Startups und junge Unternehmen bietet unser Artikel CRM für Startups — Welches System ab Tag 1?. Wer die Entscheidung noch abwägt, findet in unserer ehrlichen Analyse der CRM Vorteile und Nachteile eine datenbasierte Entscheidungshilfe. Und wer sehen möchte, wie ein CRM im Alltag konkret aussieht, dem empfehlen wir unser CRM-System Praxisbeispiel mit Salesforce.

So starten Sie: Vom Verstehen zum Einführen

Sie wissen jetzt, was ein CRM-System ist und warum es sich lohnt. Der nächste Schritt ist die Einführung. Unser Kundenmanagement-Leitfaden zeigt, welche Methoden KMU für die Kundenpflege nutzen und ab wann der Wechsel zum professionellen System sinnvoll wird.

Bereit für Ihr erstes CRM? Mit unserem Salesforce Quick Start sind Sie in 30 Tagen produktiv — nicht in 6 Monaten. Wir übernehmen Konfiguration, Datenmigration und Schulung. Und wenn Ihr Team nach 30 Tagen nicht produktiv arbeitet? Dann bleiben wir dran — ohne Mehrkosten.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein CRM-System einfach erklärt?

Ein CRM-System (Customer Relationship Management) ist eine Software, die alle Kundenkontakte, Verkaufschancen und Interaktionen an einem zentralen Ort speichert. Statt Kundendaten in Excel, Outlook und Notizbüchern zu verstreuen, bündelt ein CRM alles in einer Datenbank — zugänglich für das gesamte Team.

Was sind die wichtigsten Funktionen eines CRM-Systems?

Die fünf Kernfunktionen sind: zentrale Kontaktverwaltung, Pipeline-Management für Verkaufschancen, automatische Dokumentation der Kommunikationshistorie, Aufgaben-Automatisierung (z. B. Follow-up-Erinnerungen) und Echtzeit-Reporting mit Dashboards für Umsatzprognosen und Teamleistung.

Warum brauchen kleine Unternehmen ein CRM?

91 Prozent der Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitenden nutzen bereits ein CRM. Kleine Unternehmen profitieren besonders, weil sie damit Leads systematisch nachverfolgen, den Verkaufszyklus verkürzen und Kundendaten zentral statt verstreut in Excel und Outlook verwalten. Laut Nucleus Research bringt jeder in CRM investierte Dollar im Schnitt 3,10 Dollar Ertrag.

Was kostet ein CRM-System für KMU?

Einstiegslösungen beginnen bei 0 USD (HubSpot Free) bis 25 USD pro Nutzer und Monat (Salesforce Starter Suite). Für ein Team mit 5 Nutzern und begleiteter Einrichtung über einen Quick Start liegen die Kosten im ersten Jahr bei rund CHF 6'500 bis 8'500 — inklusive Datenmigration, Konfiguration und Schulung.

Wie unterscheidet sich ein CRM-System von Excel?

Excel speichert Daten statisch in Zeilen und Spalten ohne Verknüpfungen. Ein CRM verknüpft Kontakte, E-Mails, Telefonate, Verkaufschancen und Aufgaben automatisch miteinander. Zudem bietet ein CRM Automatisierungen, Zugriffsrechte, Echtzeit-Dashboards und mobile Nutzung — Funktionen, die in Excel nicht möglich sind.

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